Häufige Fragen

Ich schreibe im Folgenden aus Lesbarkeitsgründen überwiegend in der Einzahl. Natürlich sind dabei sowohl Einzelklienten und -klientinnen als auch Paare angesprochen.

Sitzungsdauer und Kosten

Wie lange dauern die Sitzungen und was kosten sie?

Die Dauer der Sitzungen ist variabel, in der Regel eineinhalb bis zwei (maximal zweieinhalb) Stunden. Es hat sich bewährt, die benötigte Zeit den stattfindenden Prozessen anzupassen – anstelle umgekehrt ein starres Zeitschema in den Vordergrund zu stellen. Die Arbeit ist dadurch effektiver, für alle Seiten zufriedenstellender und es werden weniger Sitzungen benötigt als in einem ‚klassischen‘ Schema mit festgelegter Sitzungsdauer. Sollten Sie nur eineinhalb Stunden Zeit haben, geben Sie mir einfach am Anfang der Sitzung Bescheid, dann richte ich mich danach.

Als Honorar veranschlage ich – unabhängig davon ob Sie als Einzelklient/-klientin oder als Paar kommen – 90 € pro Stunde, angebrochene Stunden berechne ich anteilig (d.h. 15 € pro 10 Minuten). Ab dem 1. Juli 2021 kommt dazu am Abend sowie am Wochenende ein pauschaler Aufschlag von 20 Euro pro Sitzung. Das Honorar gilt sowohl für Sitzungen in der Praxis als auch online. Bei einer Sitzungsdauer von eineinhalb bis zwei Stunden sind das also 135 bis 180 € (maximal 225 € bei zweieinhalb Stunden) bzw. am Abend oder Wochenende 155 bis 200 € (maximal 245 €). Das ist naturgemäß erst mal mehr als bei einstündigen Sitzungen, kompensiert sich aber sehr schnell durch die oft deutlich geringere Anzahl benötigter Sitzungen. Zudem sparen Sie sich Fahrtzeit und -kosten.

Weshalb verlangen Sie Abends / am Wochenende einen Aufschlag?

Die Abend- und Wochenendtermine sind naturgemäß die gefragtesten. Dadurch bestand bisher ein ziemliches Ungleichgewicht zwischen der Belegung der Abend- gegenüber den Vormittags- und Mittagsterminen. Durch den Aufschlag erhoffe ich mir eine bisschen bessere Verteilung

Muss ich den Abend-/Wochenend-Aufschlag auch zahlen, wenn ich meinen Termin bei Ihnen schon vor dem 01.07.2021 ausgemacht habe?

Nein, der Aufschlag gilt zunächst nur für neue Klienten/Klientinnen. Wenn Sie in diesem Jahr schon bei mir waren oder Ihren ersten Termin vor dem 01.07.2021 ausgemacht haben (unabhängig davon, wann er dann tatsächlich stattfindet), betrifft Sie der Aufschlag nicht. Ab Januar 2022 gilt die neue Preisgestaltung dann für alle Klienten/Klientinnen.

Wie machen Sie das mit der variablen Sitzungsdauer organisatorisch?

In der Regel biete ich drei Termine am Tag an, um 10, 14 und 18 Uhr. Dadurch bleibt genügend zeitlicher Raum zwischen den Sitzungen.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Nein, die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten nicht, Sie müssten also privat zahlen. Manche private Krankenkassen bzw. private Zusatzversicherungen übernehmen unter bestimmten Umständen einen Teil der Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung. Sollten Sie dies in Anspruch nehmen wollen, erkundigen Sie sich bitte vorher bei Ihrer privaten Krankenkasse/Zusatzversicherung nach den Möglichkeiten.

Habe ich durch das Selbstzahlen auch Vorteile?

Ja, selbst zu zahlen hat nicht zu vernachlässigende Vorteile:

 

Sie bekommen i.d.R. zeitnäher einen Termin und müssen keine Formalitäten beachten. Zudem werden über Ihre Termine keine Informationen an Dritte weitergegeben (wie das bei der Abrechnung mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen der Fall ist).

 

Unter bestimmten (allerdings nicht sehr leicht zu erfüllenden) Bedingungen ist es zudem möglich, die Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend zu machen. Näheres dazu kann Ihnen Ihr Steuerberater sagen.

Wie sind die Zahlungsmodalitäten?

Sie bekommen unmittelbar nach jeder Sitzung eine Rechnung. Je nachdem wie es Ihnen lieber ist, bezahlen Sie den Betrag in bar, oder Sie überweisen Ihn innerhalb von zwei Wochen auf das auf der Rechnung angegebene Konto. Wenn Sie eine Banking-App mit QR-Code Reader auf Ihrem Handy haben, können Sie damit als dritte Möglichkeit auch direkt in der Praxis überweisen.

Termine

Wie sind Ihre Praxiszeiten? Kann ich auch ohne Termin kommen?

Meine Praxiszeit ist Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr. Aus organisatorischen Gründen sind Termine nur nach Absprache  möglich.

Bieten Sie auch Videosprechstunden über das Internet an?

Ja, nach Absprache sind in bestimmten Fällen auch Videosprechstunden möglich.

Wann bekomme(n) ich/wir einen Termin?

In der Regel kann ich Ihnen innerhalb von ca. vier bis sechs Wochen einen Termin geben. Da immer mal wieder Klienten/Klientinnen kurzfristig absagen, kann es auch manchmal schneller gehen.

Kann ich einen vereinbarten Termin auch wieder absagen?

Für den Fall, dass Sie einen vereinbarten Termin nicht einhalten können, bitte ich Sie, diesen so frühzeitig wie möglich – spätestens aber am Vortag – abzusagen. Sagen Sie später ab, oder kommen Sie ohne Absage gar nicht, berechne ich Ihnen eine Ausfallgebühr von 90 €. Natürlich gilt das auch andersherum: Sollte ich einmal am selben Tag absagen müssen, berechne ich im Gegenzug die nächste Sitzung nur zur Hälfte.

Soll ich zum ersten Termin irgendetwas vorbereiten / mitbringen?

Nein. Sie brauchen nichts vorzubereiten oder mitzubringen. Wir besprechen alles Notwendige beim ersten Termin.

Hatten Sie nicht auch mal eine Zweitpraxis in Baierbrunn (München Süd)?

Ja, das stimmt. Dort bin ich auch noch teilweise. Aus organisatorischen Gründen nehme ich allerdings derzeit in Baierbrunn keine neuen Klienten und Klientinnen an. Aktuelle Klienten und Klientinnen können natürlich weiterhin auch nach Baierbrunn kommen. In Bad Wörishofen im Allgäu ändert sich nichts.

Ich sitze im Rolli / bin gehbehindert. Ist die Praxis barrierefrei?

Vor der Eingangstüre befindet sich eine ca. 15 cm hohe Stufe. Ansonsten ist die Praxis ebenerdig und barrierefrei.

Wie sieht es mit Parkplätzen aus?

Direkt vor der Praxis steht ein Parkplatz kostenfrei zur Verfügung. Alternativ können Sie auch diskret im nahegelegenen ‚Parkhaus Kurpromenade‘ parken (5 Gehminuten Entfernung; Adresse: Kreuzung Bgm.-Stöckle-Straße/Hauptstraße). Dort ist das Parken für die ersten 30 Minuten  frei, alle weiteren 10 Minuten kosten dort jeweils 10 Cent.

Ablauf

Wie laufen die Sitzungen ab?

In der ersten Sitzung geht es hauptsächlich um ein gegenseitiges Kennenlernen. Natürlich will ich zunächst Sie und Ihre Schwierigkeiten kennenlernen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass Sie einen Eindruck über mich und meine Arbeitsweise gewinnen. Deshalb versuche ich Ihnen während der ersten Sitzung Wege aufzuzeigen, wie wir gemeinsam Ihre Schwierigkeiten angehen könnten. Dies soll Ihnen die Möglichkeit geben, ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob Sie mit mir und meiner Arbeitsweise gut zurecht kommen. Sie entscheiden nach der ersten (und jeder weiteren) Sitzung, ob Sie den Eindruck haben, dass Ihnen geholfen wird und ob Sie wiederkommen wollen.

 

Methodisch kann das weitere Vorgehen dann sehr unterschiedlich aussehen. Jeder Mensch ist einzigartig, mit einzigartigen Schwierigkeiten und Bedürfnissen aber auch ganz speziellen Ressourcen und Lösungspotentialen. Auf einen großen Methodenschatz zurückgreifend, gehe ich ganz individuell auf jeden und jede einzeln ein. Generell arbeite ich eher lösungsorientiert und vorwärtsgewandt. Trotzdem kann es natürlich auch mal vorkommen, dass wir auch ein Stück weit zurück in die Vergangenheit blicken.

Wie viele Sitzungen werden wir brauchen?

Die Anzahl der nötigen Sitzungen ist individuell sehr unterschiedlich. Manchmal ändert sich schon nach der ersten Sitzung vieles. Häufig genügen drei bis fünf Sitzungen, um wesentliche Veränderungen zu erzielen. Und manchmal dauert es auch länger. Dadurch, dass Sie kein ‚Abonnement abschließen‘, sondern von mal zu mal entscheiden, ob Sie wiederkommen, gehen Sie kein großes Risiko ein.

Muss ich in der Sitzung einen kompletten 'Seelenstriptease' hinlegen?

Nein, Ihre Grenzen bleiben zu jeder Zeit gewahrt. Sie gehen immer nur so weit, wie es für Sie gerade gut ist. Sie behalten immer die Kontrolle darüber, wie weit und tief wir in jedem Moment gehen.

Wenden Sie hinterrücks irgendwelche Psychotricks an?

Nein, im Gegenteil: Ich versuche sehr transparent zu arbeiten. Das heißt, ich erkläre Ihnen warum ich eine spezielle Intervention vorschlage oder in eine bestimmte Richtung frage. Sie entscheiden dann mit mir gemeinsam, ob Sie in diese Richtung mitgehen wollen oder ob wir etwas anderes versuchen.

Herrscht in den Sitzungen immer eine anstrengende, problemlastige Atmosphäre?

Nein. Natürlich wenden wir uns auch Ihren Schwierigkeiten zu. Vor allem richten wir unser Augenmerk jedoch auf neue Wege und mögliche Lösungen. Dabei kann es durchaus auch entspannt, humorvoll und heiter zugehen.

 

Gerade in der Paartherapie/-beratung berichten die Paare häufig, dass Sie sehr gerne zu den Sitzungen kommen, weil sie diese als äußerst produktive und qualitativ hochwertige Paarzeit erleben.

Kommt es bei der Sexualtherapie/-Beratung zwischen Therapeut/Berater und Klient/Klientin zu intimen Körperkontakten?

Nein, intime Körperkontakte zwischen Therapeut/Berater und Klient/Klientin sind ausgeschlossen.

Kann ich mich darauf verlassen, dass unsere Gespräche vertraulich bleiben?

Natürlich. Unsere Gespräche bleiben absolut vertraulich und selbstverständlich unterliege ich der Schweigepflicht. Ich erteile auch keinerlei Auskunft an Dritte (z.B. Arztpraxen, Krankenkassen oder familiäre Bezugspersonen), außer ich würde schriftlich von Ihnen entbunden werden. Von der Schweigepflicht ausgenommen sind generell die Vereitlung oder Verfolgung von mutmaßlichen Straftaten und der Schutz höherer Rechtsgüter. Die Schweigepflicht in einer Praxis von Heilpraktikern schließt nicht das Zeugnisverweigerungsrecht ein, das bei einer Psychotherapie bei psychologischen Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen oder ärztlicher Behandlung in Kraft treten würde.

Weitere Fragen

Irgendwie fühle ich mich bei dem Gedanken psychologische Hilfe anzunehmen komisch, ich bin doch kein Psycho?

Mittlerweile ist es gesellschaftlich vollkommen normal geworden, auch bei seelischen, psychisch bedingten sexuellen und/oder partnerschaftlichen Schwierigkeiten Hilfe von außen zu suchen. Meine Klienten/Klientinnen stellen daher einen Querschnitt der Gesellschaft dar. Dazu gehören beispielsweise (immer m/w/d) Arbeiter, Busfahrer, Heilpraktiker, Ärzte, Psychotherapeuten, Lehrer, Wissenschaftler, Manager, Leistungssportler, Berufspolitiker, Rentner, usw. Meine bisher jüngste Klientin war 18, mein ältestes Paar in den späten Siebzigern und mein ältester Klient in den späten Achtzigern.

 

Ich persönlich finde es eher ungewöhnlich, sich zwar bei überwiegend körperlich bedingten Problemen Hilfe von außen zu suchen, dies bei eher psychisch bedingten Schwierigkeiten jedoch nicht zu tun. Meines Erachtens ist das geistige Wohlbefinden für unsere Lebenszufriedenheit mindestens genauso wichtig wie das körperliche. Das muss aber letztlich natürlich jeder und jede für sich selbst entscheiden.

Ich gehöre der LGBTQIA+* - Community an. Haben Sie damit Berührungsängste?

Nein, ich sehe das recht unaufgeregt. In meiner Weltsicht sind wir in erster Linie individuelle Menschen mit einer immensen Fülle an unterschiedlichen Eigenschaften. Aspekte dieser Unterschiedlichkeit sind natürlich auch die sexuelle Orientierung und Selbstdefinition. Sollten diese inhaltlich relevant werden, würden wir sie genauso aufgreifen wie andere Eigenschaften oder Themen auch. Das gleiche gilt natürlich auch für Kultur- und Religionszugehörigkeit.

 

* LGBTQIA+ steht für Lesbisch, Schwul (Gay), Bisexuell, Trans, Queer, Inter, Asexuell und weitere Orientierungen und Selbstdefinitionen im Spektrum von Sexualität und Geschlecht.

Sie bieten unter anderem auch Hypnotherapie an. Dabei habe ich verschiedene Bedenken – sind die gerechtfertigt?

In Bezug auf hypnotisches Erleben und Hypnose sind Ängste und Unsicherheiten weit verbreitet („Bin ich überhaupt hypnotisierbar?“, „Bin ich dem Therapeuten dann schutzlos ausgeliefert?“, „Kann der mir dann etwas auch gegen meinen Willen einreden?“, etc.). Diese Bedenken sind – auch aufgrund von auf Bühnen oder im Fernsehen gesehener Hypnoseshows – absolut nachvollziehbar, aber unbegründet. Jeder von uns befindet sich täglich wiederholt in Trancezuständen (z.B. beim Sport, Lesen, Fernsehen, etc.). Sobald in diesem Zustand etwas geschieht, was unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht (z.B. weil uns jemand berührt oder wir etwas Unerwartetes/Unpassendes hören), schalten wir automatisch sofort wieder in unser Alltagsbewusstsein um. Dass in Hypnose nichts suggeriert werden kann, was nicht zu den ethischen, charakterlichen und moralischen Eigenschaften des Klienten / der Klientin passt, wurde wiederholt nachgewiesen. Im therapeutischen Rahmen durchgeführte Hypnotherapie hat nichts mit Showhypnose gemein! Einige Informationen zu Hypnotherapie und Hypnose finden Sie auch bei Wikipedia.

Ich überlege mir, bei Ihnen eine Traumatherapie zu machen. Braucht das nicht viele Sitzungen? Wie kann ich das finanzieren?

Ja, für Traumatherapie ist häufig tatsächlich eine vergleichsweise hohe Anzahl von Sitzungen notwendig. Dies ist für Selbstzahlende oft schwer zu realisieren. Unter bestimmten Umständen ist es jedoch möglich, staatliche Unterstützung, evtl. sogar eine komplette Finanzierung der Therapie, zu erhalten. Dies würden wir jeweils individuell im Voraus klären. Mehr Informationen dazu bekommen Sie auch vom WEISSEN RING e.V. (www.weisser-ring.de).