Einzeltherapie in Bad Wörishofen (Allgäu)

Begleitung bei Liebes- und Selbstwertthemen

Liebe und Beziehungen — zu anderen und zu sich selbst — gehören zu den größten Themen unseres Lebens. Und zu den schmerzhaftesten, wenn etwas nicht passt. Manche Menschen leiden daran, dass eine Beziehung zerbrochen ist. Andere spüren, dass sich etwas wiederholt, ohne dass sie genau benennen können, was. Wieder andere kommen mit Fragen, die sich auf die Beziehung zu sich selbst richten — auf Selbstwert, auf alte Prägungen, auf das eigene Verhältnis zu Nähe und Distanz.

In meiner Praxis in Bad Wörishofen ist Raum für all das. Was Sie mitbringen, muss nicht eingeordnet, etikettiert oder erklärbar sein. Es genügt, wenn Sie spüren: hier möchte ich hinsehen.

Sie müssen nicht in einer Krise sein, um zu kommen. Manchmal reicht es, dass etwas dauerhaft drückt — und Sie ahnen, dass es so nicht bleiben muss.
Einzeltherapie in Bad Wörishofen – Therapieraum mit zwei Sesseln über Eck, helle und freundliche Atmosphäre

Für wen ist Einzeltherapie geeignet?

Einzeltherapie kann für Sie u.a. hilfreich sein, wenn Sie eines oder mehrere dieser Themen kennen:

- Sie leiden unter Liebeskummer, der nicht weichen will
- Sie haben Schwierigkeiten, eine Partnerin oder einen Partner zu finden
- Sie geraten immer wieder an die oder den Falschen
- Ihre Beziehungen halten nicht lange
- Sie stehen sich in Liebesdingen selbst im Weg
- Sie fühlen sich in Liebes- und Beziehungsfragen unsicher oder überfordert
- Sie ringen mit Ihrem Selbstwert, mit zu viel Selbstkritik oder dem Gefühl, nicht genug zu sein
- Sie leiden unter der Erfahrung, in Ihrem Leben zu wenig Liebe bekommen zu haben
- Sie haben den Eindruck, dass in Ihrer Beziehung zu sich selbst etwas nicht passt

Diese Liste ist nicht abschließend. Manche Menschen kommen mit einem klaren Anliegen, andere wissen zunächst nur, dass etwas drückt — und der Anlass wird im Laufe der Sitzungen klarer. Beides ist in Ordnung. Sie müssen nicht wissen, „was Sie haben", um zu kommen.

Wie ich arbeite

Mein wissenschaftlicher Hintergrund als promovierter Naturwissenschaftler (Dr. rer. nat., Max-Planck-Institut für Psychiatrie) prägt, wie ich arbeite: analytisch, strukturiert, hypothesengeleitet — und gleichzeitig flexibel, geerdet und offen für das, was sich eher spüren als beschreiben lässt.

Ich arbeite methodenoffen. Welche Methode in welcher Phase passt, ergibt sich aus dem, was Sie mitbringen — nicht aus einem festen Schema. Mal hilft ein lösungsorientiertes Gespräch, mal ein systemischer oder hypnotherapeutischer Ansatz, mal körperorientierte oder gestalttherapeutische Arbeit. Wenn alte Verletzungen tiefer sitzen, können Verfahren aus der Traumatherapie hilfreich sein.

Wichtig ist mir, dass Sie sich in unserer Arbeit gesehen fühlen — als der Mensch, der Sie sind, mit allem, was dazugehört. Wir arbeiten auf Augenhöhe: Sie sind die Expertin oder der Experte für Ihr Leben, ich bringe das therapeutische Werkzeug und meine Erfahrung ein. Liebes- und Selbstwertthemen berühren etwas sehr Persönliches. Sie brauchen einen Rahmen, in dem nichts beschämt oder vorschnell weggemacht wird.

Meiner Erfahrung nach verändern sich Liebes- und Beziehungsmuster nicht durch guten Rat — sondern dadurch, dass Sie verstehen, woher sie kommen und was sie aufrechterhält, und dann im Alltag Schritt für Schritt anders handeln als bisher. Manchmal geht das schnell. Manchmal braucht es Geduld. Beides ist legitim.

Wenn etwas in unserer Arbeit für Sie nicht passt — eine Methode, eine Frage, ein Tempo — sagen Sie es einfach. Ich nehme das ernst und richte mich danach.

Wie eine Sitzung abläuft

In der ersten Sitzung schauen wir gemeinsam, worum es bei Ihnen geht, was Sie sich von der Arbeit erhoffen und ob mein Angebot zu Ihrer Situation passt. Sie müssen sich auf diesen Termin nicht „vorbereiten". Es genügt, dass Sie kommen.

Eine Sitzung dauert bei mir nicht feste 50 Minuten, sondern in der Regel zwischen 1 und 2,5 Stunden. Mein Verständnis: die Zeit dem Prozess anpassen, nicht den Prozess der Zeit. Wenn ein Thema gerade da ist, will ich es nicht abbrechen müssen, nur weil die Uhr es so verlangt. Was sich in einer Sitzung entfaltet, soll in diesem Moment da sein dürfen — und nicht in die nächste Sitzung verschoben werden, wo es vielleicht nicht mehr in derselben Tiefe greifbar ist. Wie lang eine konkrete Sitzung wird, entscheiden wir gemeinsam — nach dem, was gerade dran ist.

Zwischen den Sitzungen liegen bei mir meist längere Abstände als oft üblich. Was in einer Sitzung in Bewegung gekommen ist, soll danach Raum haben, sich zu entfalten und zu setzen.

Wie oft und wie lange jemand mit mir arbeitet, ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen kommen für ein bis zwei Termine, klären eine bestimmte Frage und gehen wieder. Andere bleiben länger, weil sie tieferer Arbeit Raum geben wollen. Beides ist möglich.

Deliktorientierte Einzeltherapie

Neben der Arbeit mit Liebes- und Selbstwertthemen biete ich auch deliktorientierte Einzeltherapie an. Auch hier geht es im Kern um Beziehung — dort, wo Aspekte von Beziehung, Macht und/oder Sexualität in Übergriffe gekippt sind oder zu kippen drohen. Das ist ein Feld, das gesellschaftlich tabuisiert ist und in dem es entsprechend wenige Anlaufstellen gibt. Ich nehme Klientinnen und Klienten aus diesem Bereich auf — mit der gleichen Haltung wie generell in meiner Arbeit: ohne Beschämung, auf Augenhöhe, mit dem Ziel, zu verstehen und Veränderung zu ermöglichen.

Konkret arbeite ich in diesem Bereich mit Menschen in unterschiedlichen Konstellationen. Das können Klientinnen und Klienten mit gerichtlicher Auflage sein — etwa im Rahmen von Bewährung oder Führungsaufsicht. Es können Menschen sein, die nach einer Haftstrafe oder dem Maßregelvollzug an ihrem Verhalten weiterarbeiten möchten. Viele kommen aus eigenem Antrieb — weil sie an sich ein Verhalten erkennen, das sie selbst nicht akzeptieren wollen, und Hilfe suchen, bevor etwas passiert oder sich wiederholt. Das schließt den Konsum kindlicher Missbrauchsdarstellungen — oft auch als Kinderpornographie bezeichnet — und die Arbeit mit Klientinnen und Klienten ein, die in ihrer Partnerschaft gewalttätig geworden sind bzw. zu werden drohen.

Gerade die freiwillige, präventive Arbeit ist mir wichtig. Wer den Weg in eine Praxis findet, bevor etwas geschieht — oder bevor es sich wiederholt —, geht einen Schritt, der Schaden von anderen abwenden und das eigene Leben verändern kann. Solche Schritte verdienen einen Raum, der nicht moralisiert, aber auch nichts beschönigt.

Was Sie mir in der Therapie anvertrauen, unterliegt der Schweigepflicht. Im Rahmen gerichtlicher Auflagen kann es Auskunftspflichten gegenüber der zuweisenden Stelle geben — die Bedingungen dafür besprechen wir transparent zu Beginn der Arbeit. Sitzungen in der deliktorientierten Einzeltherapie dauern bei mir feste 90 Minuten — dieser Rahmen erleichtert die Planung und Bescheinigungen, soweit sie benötigt werden.

Fachlich habe ich für dieses Feld einschlägige Weiterbildungen — unter anderem in deliktorientierter Einzeltherapie, Täterarbeit häusliche Gewalt und im Good Lives Model — und arbeite seit vielen Jahren mit Menschen aus diesem Bereich.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob mein Angebot zu Ihrer Situation passt, melden Sie sich gern — Sie entscheiden nach der ersten und jeder weiteren Sitzung neu, ob und wie es weitergeht.

Auf einen Blick

Einzeltherapie bei Dr. rer. nat. Markus Henniger

Wo: Bachstraße 3, 86825 Bad Wörishofen (Allgäu)

Für wen: Erwachsene mit Liebes-, Beziehungs- und Selbstwertthemen; LGBTQIA+ willkommen

Sitzungsdauer: 1 bis 2,5 Stunden, flexibel

Kosten: 110 € pro Stunde; angebrochene Stunden anteilig; am Abend/Samstag +25 €

Termine: werktags und samstags bis 20:00 Uhr

Erstes Kennenlernen: In den ersten 30 Minuten kostenfrei abbrechbar

Krankenkasse: Selbstzahler; PKV teilweise möglich

Häufige Fragen zur Einzeltherapie

Wer erfährt von den Sitzungen?

Als Heilpraktiker für Psychotherapie unterliege ich der Schweigepflicht. Was Sie mir in der Sitzung anvertrauen, gebe ich nicht weiter — weder an Ihre Krankenkasse noch an Ihren Hausarzt, Ihre Familie, Ihren Arbeitgeber oder sonstige Stellen.

Rechnungen erhalten Sie in der Regel direkt von mir in der Sitzung. Es geht nichts per Post raus, und es gibt keine Verbindung zu Krankenkassen oder Versicherungen. Wer sich Sorgen um Berufsunfähigkeitsversicherungen, Verbeamtung oder berufliche Sichtbarkeit macht, findet hier einen geschützten Rahmen.

Wenn Sie im Rahmen einer gerichtlichen Auflage kommen, benötigen Sie eventuell Therapiebescheinigungen oder ähnliche Unterlagen — auch diese erhalten Sie direkt von mir und entscheiden selbst, ob und wem Sie sie weitergeben. Mögliche Ausnahmen von der Schweigepflicht besprechen wir transparent zu Beginn.

Was ist der Unterschied zu einer kassenfinanzierten Einzeltherapie?

Im Gegensatz zur kassenfinanzierten Therapie bin ich nicht an ein bestimmtes Richtlinienverfahren gebunden. Ich arbeite methoden-integrativ und kann flexibel Zugänge verschiedener Therapierichtungen wählen — je nachdem, was in Ihrer Situation gerade am hilfreichsten erscheint.

Bei kassenfinanzierten Therapien werden Daten zur Behandlung in den Akten der Krankenkasse hinterlegt. Bei mir nicht — es wird dort nichts gespeichert, was Sie später bei Versicherungs- oder Verbeamtungsverfahren angeben müssten.

Ein weiterer praktischer Unterschied betrifft den Zugang und die Sitzungsdauer: Während kassenfinanzierte Therapieplätze oft mit langen Wartezeiten verbunden sind, kann ich Termine in der Regel deutlich schneller anbieten. Eine Sitzung dauert bei mir nicht 50 Minuten, sondern in der Regel zwischen 1 und 2,5 Stunden — ich passe die Zeit dem Prozess an, nicht den Prozess der Zeit.

Der wesentliche Nachteil: Sie zahlen die Sitzungen selbst. Eine gesetzliche Krankenkasse erstattet die Sitzungen nicht. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten teilweise — je nach Vertrag. Die genauen Konditionen finden Sie in „Auf einen Blick" auf dieser Seite.

Muss ich ein schwerwiegendes Problem haben, um zu Ihnen zu kommen?

Nein. Sie müssen kein bestimmtes Maß an Leid mitbringen, um zu kommen. Manche Menschen kommen mit einem klaren, drängenden Anliegen. Andere kommen mit einem diffusen Gefühl, dass etwas nicht passt — oder mit einem Thema, das sie selbst für „eigentlich nicht so wichtig" halten und das sie trotzdem seit Jahren begleitet. Wieder andere kommen mit offenen Fragen, bei denen sie für sich allein keine Klärung finden. All das ist Grund genug.

Auch Themen, die Ihnen (oder anderen) klein erscheinen, können viel mit Ihnen machen. Und wenn ein Anliegen Sie über längere Zeit beschäftigt, ist das Grund genug, ihm Raum zu geben. Sie müssen nicht warten, bis es „schwer genug" ist.

Was, wenn ich mich nicht traue, über bestimmte Themen zu sprechen?

Das ist häufig — gerade bei Liebes- und Selbstwertthemen. Manche Anliegen fühlen sich für Klientinnen und Klienten beschämend an, andere lächerlich, wieder andere zu privat oder zu banal. Manchmal ist da die Sorge, verurteilt zu werden — oder die Angst, dass das, was man zu sagen hat, in den eigenen Ohren klein und kindisch klingt, sobald es ausgesprochen ist.

Sie müssen in der Sitzung nicht gleich alles aussprechen können. Sie bestimmen, worüber wir sprechen, in welcher Reihenfolge, wie tief Sie in ein Thema reingehen. Themen, die Sie noch nicht benennen können oder wollen, dürfen warten — manchmal werden sie nach und nach von selbst zugänglicher.

Was bei mir nicht passiert: dass ich Sie zu etwas dränge, was Sie nicht sagen wollen. Was bei mir auch nicht passiert: dass ich werte, was Sie mir anvertrauen. Was Sie mitbringen, ist da, weil es Sie beschäftigt — und das genügt.

Weitere Informationen

Auf meiner FAQ-Seite beantworte ich die wichtigsten Fragen rund um Kosten, Ablauf der Sitzungen, Anfahrt und Diskretion – und noch vieles mehr.

Zu den häufigen Fragen
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Bachstraße 3
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Sehr gut zu erreichen auch von z.B. Landsberg, Buchloe, Augsburg, Mindelheim, Ulm, Memmingen, Kempten, Kaufbeuren.
SPRECHZEITEN

Montag bis Samstag von 09:30 bis 20:00 Uhr.

Aus organisatorischen Gründen Termine nur nach Absprache.

Die Praxis ist während der Schulferien regulär geöffnet.
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Dr. rer. nat. Markus Henniger
Bachstraße 3
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